Zitterpappel – Baum des Jahres 2026 - Lehrpfad „Baum des Jahres“ im Opel-Zoo ergänzt

Am 25. April ist der „Tag des Baumes.“ Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung, die seit 1989 jedes Jahr einen Baum des Jahres ausruft, schreibt: „Mit der Wahl zur Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 steht eine Baumart im Mittelpunkt, die auf vielfältige Weise unser Ökosystem bereichert“.

 Baum des Jahres im Opel Zoo

Zum Kuratorium der Stiftung gehören über 30 Umweltorganisationen, darunter die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW) und der Verband der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ), dem auch der Opel-Zoo angehört.

Im Opel-Zoo sind alle Bäume des Jahres entlang des großen Rundwegs gepflanzt und mit Informationstafeln versehen. So bilden sie einen Lehrpfad, an dem Wissenswertes über die jeweiligen Bäume zu erfahren ist. Die Zitterpappel, auch Espe oder Aspe genannt, wurde gemeinsam mit dem SDW-Ortsverband Kronberg am Ausgang der großen Freiflug­voliere gegenüber der Nasenbären- und der Hirscheber­anlage im Opel-Zoo gepflanzt. Die Patenschaft für den Baum hat der Rotary Club Kronberg-Victoria übernommen.

Die Zitterpappel (Populus tremula) ist die in Europa am weitesten verbreitete Pappelart. Besonders oft sieht man sie an Waldrändern, auf Kahlflächen, in lichten Wäldern oder als Solitär in offenen Landschaften. Sie wächst auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen Böden vom Tiefland bis in Höhen von 2.000 m. Auch in weiten Teilen Asiens und sogar im nördlichen Afrika ist sie heimisch.

Als Pioniergehölz besiedelt sie schnell offene Flächen, regeneriert geschädigte Wälder und bietet zahlreichen Arten einen Lebensraum. Dank ihrer Fähigkeit sich über Wurzelausläufer zu vermehren, kann sie nach Sturm oder Feuer rasch neue Bestände bilden. Oft entstehen ganze Haine genetisch identischer Bäume. Ein berühmtes Beispiel ist „Pando“ in Utah (USA), ein gewaltiger Klon der Amerikanischen Zitterpappel, der als größter lebender Organismus der Welt gilt.

Mit einer Höhe von 15 bis 25 Metern ist die Espe ein mittelgroßer, rasch wachsender Baum. Ihr Holz ist hell, leicht und gut zu bearbeiten – ideal für Sperrholz, leichte Möbel oder die Papierproduktion. Da es relativ langsam verbrennt, wird es auch für die Herstellung von Streichholzern benutzt.

Die Zoobesucher werden nun beobachten können, wie die als Kätzchen bezeichneten Blüten ab Mitte Februar bis April erscheinen und Ende Mai die Kapselfrüchte reifen, aus denen viele winzige Samen mit wolligen, weißen Haarbüscheln herauskommen. Durch den Wind werden die Samen weit verbreitet. Selbst leichter Wind bringt die langstieligen Blätter in Bewegung und ruft dann das sprichwörtliche „Zittern wie Espenlaub“ hervor.

Bild: Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels, Maximilian-Julius Feger und Marc Völcker, Rotary Club Kronberg-Victoria sowie Horst Lorenz und Ulrich Petzoldt, SDW-Ortsverband Kronberg, an der frisch gepflanzten Espe im Opel-Zoo

Die Kassen im Opel-Zoo sind täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Besucher können bis Einbruch der Dunkelheit auf dem Zoogelände bleiben. Der Opel-Zoo hat über 1.200 kostenfreie Parkplätze und ist gut per ÖPNV erreichbar: Buslinien 261, X26 und X27.

Quelle: Opel Zoo

Veröffentlicht am: 23. April 2026