Der Aufbau des zweiten hessischen Childhood-Hauses in Kassel nimmt konkrete Formen an: Die Hessische Gesundheits- und Familienministerin Diana Stolz, Innenminister Prof. Roman Poseck, Justizminister Christian Heinz, die Stadt Kassel, das Klinikum Kassel sowie die World Childhood Foundation Deutschland haben gemeinsam eine Absichtserklärung unterzeichnet.
Ziel des Childhood-Hauses ist es, betroffenen Kindern schnelle, koordinierte und möglichst belastungsarme Hilfe zu bieten. Medizin, Polizei, Justiz, Jugendhilfe und Psychologie werden dabei künftig unter einem Dach zum Wohle des Kindes koordiniert arbeiten. So sollen Doppeluntersuchungen und wiederholte Befragungen möglichst vermieden und die Belastung für betroffene Kinder deutlich reduziert werden.
„Mit diesem gemeinsamen Bekenntnis setzen wir ein starkes Signal für den Kinderschutz in Hessen. Kinder, die Gewalt oder Vernachlässigung erfahren haben, brauchen unseren besonderen Schutz und schnelle Hilfe“, betonte Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz.
Auch Innenminister Roman Poseck hob die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit hervor: Durch kurze Wege und abgestimmte Verfahren können Ermittlungen sensibler und effizienter gestaltet werden. Justizminister Christian Heinz ergänzte, dass insbesondere kindgerechte Strukturen dazu beitragen, dass sich betroffene Kinder öffnen und Unterstützung annehmen können.
Das Childhood-Haus Kassel wird in Trägerschaft der Stadt Kassel im derzeit entstehenden Kleine-Riesen-Haus direkt am Klinikum Kassel in der Mönchebergstraße verortet sein. Das Kleine Riesen Haus wird ein Pflegekompetenzzentrum für Familien schwerstkranker Kinder sein, die hier vorübergehend wohnen und für die Versorgung und Pflege ihres Kindes im häuslichen Umfeld geschult werden. Das Bau-Projekt wird vom Land Hessen mit 2 Millionen Euro gefördert.
Das Klinikum Kassel bringt seine Expertise im medizinischen Kinderschutz in das Projekt ein.
Dr. Astrid Helling-Bakki von der World Childhood Foundation Deutschland bezeichnete das Projekt als „starkes Bekenntnis zu einem Kinderschutz, der nicht an Ressortgrenzen endet“. Hessen gehe mit dem zweiten Childhood-Haus konsequent den Weg eines interdisziplinären und kindzentrierten Schutzkonzeptes weiter.
In Nordhessen entsteht derzeit auch das Zentrum für Safe Sport (ZfSS) und damit erstmals eine unabhängige bundesweite Struktur mit Maßnahmen zur Prävention, Intervention und Aufarbeitung, um den Sport in Deutschlang sicherer zu machen.
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Quelle: Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege
Veröffentlicht am: 03. Juni 2026

