Sie vertragen Äpfel, Haselnüsse oder Karotten plötzlich nicht mehr – obwohl Sie „nur“ Heuschnupfen haben? Hinter solchen Beschwerden kann eine sogenannte pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie stecken. Warum es im Körper zur „Verwechslung“ von Pollen und Lebensmitteln kommen kann und wie Betroffene vorbeugen können, erfahren Sie hier.
Wie hängen Pollen und Nahrungsmittelallergien zusammen? Schätzungen zeigen, dass etwa 50-70 Prozent der Menschen mit einer Birkenpollenallergie im Laufe ihres Lebens eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie (PNA) entwickeln. Das bedeutet: Wer auf Birkenpollen reagiert, kann nach dem Verzehr von rohen Äpfeln, Haselnüssen oder Karotten Symptome wie Juckreiz oder Schwellungen im Mundraum spüren. Doch nicht nur Birkenpollen sind betroffen – auch Erle, Hasel, Gräser, Beifuß und andere Gewächse können ähnliche Reaktionen auslösen.
Warum passiert das?
Die Ursache liegt in strukturell ähnlichen Proteinen in Pollen und bestimmten Lebensmitteln. Das Immunsystem erkennt diese als "schädlich" und löst eine allergische Abwehrreaktion aus – selbst wenn das Lebensmittel an sich harmlos ist. Besonders relevant sind hier:
- Pathogenesis-Related Protein 10 (PR-10): Hitzelabil – Erhitzen zerstört oft die allergische Wirkung. Die Proteine werden auch durch die Verdauung rasch abgebaut.
- Lipid-Transfer-Proteine (LTP): Hitzestabil – können auch nach dem Kochen allergische Reaktionen auslösen.
- Profiline: Führen meist zu milden Symptomen. Kommen in fast allen Pflanzen vor.
Welche Pollen reagieren mit welchen Lebensmitteln?
Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien (PNA) sind weit verbreitet. Die am weitesten verbreiteten Kreuzallergien betreffen häufig genutzte pflanzliche Lebensmittel. Lebensmittel auf Fleisch- oder Milchbasis sind dagegen seltener von Kreuzallergien betroffen.
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Quelle: VerbraucherFenster Hessen

